Geschichte

Das Wisshus wurde 1625 erbaut. Bis zum Bau des Staudammes Zerfreila 1954 wurde Vals immer wieder von Hochwassern heimgesucht. Im Jahr 1868 wurde der gesamte Talboden überschwemmt und grosse Siedlungsteile zerstört, darunter auch der vordere Teil des Wisshus. Aufgrund dieser Katastrophe erfolgte 1869 die erste Renovation, eine zweite erfolgte 1925.

Das Wisshus ist seit jeher ein Zweifamilienhaus, wobei die Familie, die im ersten Stock wohnte, bis 1976 nur durch die Wohnung der Familie im Parterre in ihre eigene Wohnung gelangen konnte. Bei einem umfangreicheren Umbau im Jahr 1976 wurde ein separates Treppenhaus errichtet, so dass die beiden Wohnungen über eigene Eingänge verfügen.

In einem Artikel im Bündner Monatsblatt (Zeitschrift für bündnerische Geschichte, Landes- und Volkskunde) aus dem Jahr 1934 beschreibt Dr. Guglielm Gadola die Gründung und Einrichtung einer einfachen und bescheidenen Klosterdruckerei in Vals. Darin wurden 1658 ein Gesangsbuch und 1687 ein Gebetbuch für die Valser Bevölkerung gedruckt. Laut diesem Artikel war „diese provisorische Druckerei sehr wahrscheinlich in der Kaplanei aufgestellt worden“. Nach mündlicher Überlieferung war die Druckerei im Wisshus eingerichtet – ob die Kaplanei vor der grossen Überschwemmung im Wisshus war, ist ungewiss.

Wordpress Gallery Plugin Free